Wadenkrämpfe

Oft passiert es in der Nacht. Die Wade krampft, und ein unerträglicher Schmerz durchfährt das Bein. Manchmal geht der Krampf bis in den Fuß, so dass sich die Zehen zur Fußsohle hin zusammenziehen. Die Ursachen hierfür können sehr unterschiedlicher Natur sein, z. B. Flüssigkeitsmangel. Er tritt besonders in der warmen Jahreszeit auf und wird häufig durch zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder Abführmittel hervorgerufen. Viel öfter jedoch ist ein Magnesium- oder Kalziummangel für Wadenkrämpfe verantwortlich. 
Sie kommen meist plötzlich, oft beim Sport oder beim Schwimmen im kalten Wasser und tun ausgesprochen weh: Wadenkrämpfe. Stark vereinfacht gesagt zieht sich der Muskel dabei zwar zusammen, entspannt sich aber nicht wieder. Warum genau das geschieht, ist noch nicht endgültig geklärt. 

Das einfachste ist, dass man den Muskel dehnt, bei den Wadenkrämpfen heißt das die Zehen in Richtung Nase ziehen und nach wenigen Sekunden wird sich dann der Krampf langsam auflösen. 

Die Ursachen

Besonders ältere Menschen werden oft von Wadenkrämpfen geplagt. 
Es gibt aber auch Wadenkrämpfe, die auf Krankheiten schließen lassen, dazu gehören unter anderem zunächst mal die Gefäßerkrankungen, sowohl die venösen Erkrankungen wie Krampfadern, als auch die arteriellen Krankheiten, die Verschlusskrankheit, wie zum Beispiel das Raucherbein macht Wadenkrämpfe. 

Auch Magnesiummangel kann zu Wadenkrämpfen führen. Er tritt unter anderem in der Schwangerschaft auf, weil der Körper dann einen höheren Bedarf hat. Aber auch bei chronischem Erbrechen oder Durchfall und zum Beispiel Salzverlust bei zu vielem Schwitzen und nicht ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Überhaupt Wasserverlust, gerade in den heißen Zeiten, wenn alte Menschen, zum Beispiel, die in der Regel nicht so ein ausgeprägtes Durstgefühl mehr haben zuwenig trinken, die können unter Wadenkrämpfen leiden. 

Bei bestimmten Medikamenten treten Wadenkrämpfe als Nebenwirkung auf. Etwa wenn man blutdrucksenkende oder harntreibende Mittel einnimmt. 

Und es gibt als letztes halt rein mechanische Probleme und diese mechanischen Probleme, das sind unter anderem Erkrankungen der Lendenwirbelsäule, wo die Nerven irritiert werden oder auch Fußgewölbestörungen, wie Senkfuß, Spreizfuß, die durch chronische Fehlbelastungen zu Wadenkrämpfen führen. 

Wer Probleme mit der Schilddrüse hat oder an Diabetes leidet, ist ebenfalls häufig betroffen. Die genaue Ursache der Wadenkrämpfe sollte auf jeden Fall ein Arzt abklären, der dann auch entscheidet, ob Magnesium eingenommen werden sollte, die Durchblutung angeregt werden muss oder eine andere Therapie sinnvoll ist. Mit Abführ- und Entwässerungstabletten, die dem Körper Flüssigkeit entziehen, sollte man besser sparsam umgehen. Auch Alkohol und Nikotin sind ungünstig. Manchen Betroffenen helfen zur Vorbeugung Massagen, Wärme- und Kälteanwendungen, Kompressionsverbände oder Gymnastik. Damit man möglichst unverkrampft durchs Leben gehen kann.