COPD: Fragen und Antworten

Was ist COPD? 

COPD - Chronic Obstructive Pulmonary Disease – ist eine Lungenerkrankung, die fortschreitend und nicht voll reversibel ist. COPD verengt die Atemwege und erschwert das Atmen. Patienten mit COPD (Patienten mit chronischer Bronchitis und Emphysem) haben Symptome, die von Husten und Auswurf bis zur Kurzatmigkeit beim Gehen einer kurzen Strecke reichen. 

Was verursacht COPD?

Der Hauptrisikofaktor für COPD ist das Zigarettenrauchen. Pfeife, Zigarre und andere Typen von Tabakrauchen, aber auch das Passivrauchen sind ebenfalls Risikofaktoren. Neben dem Rauchen kann auch das Einatmen von Feinstaub sowie von Reizstoffen und Abgasen zu COPD führen. Innenraum-Luftverschmutzung durch Brennstoff aus Biomasse, der zum Kochen und Heizen in schlecht gelüfteten Wohnungen verwendet wird, ist ein weiterer Risikofaktor. Die Außenluftverschmutzung trägt zusätzlich zu der Belastung an inhalierten Partikeln in der Lunge bei, obwohl die genaue Rolle der Außenluftverschmutzung bei der Entstehung von COPD noch nicht bekannt ist. 

Wie wird COPD diagnostiziert? 

Eine Diagnose der COPD sollte bei jeder Person, mit einer Vorgeschichte an Risikofaktoren und Symptomen, wie Husten, Auswurf und Kurzatmigkeit bei Belastung, in Betracht gezogen werden. Die Diagnose sollte durch Lungenfunktionstests (Spirometrie) bestätigt werden, wobei die forcierte Vitalkapazität (FVC) und das forcierte expiratorische Volumen in einer Sekunde (FEV1) gemessen werden. 

Wieviele Meschen leiden an COPD? 

Die WHO schätzt, dass COPD die viert-häufigste Todesursache (nach koronarer Herzkrankheit, cerebrovaskulärer Krankheit und akuter Atemwegsinfektion) ist. Pro Jahr sterben etwa 3 Millionen Menschen an COPD. 

Warum nimmt die COPD in so vielen Ländern zu? 

Der Anstieg der globalen Belastung durch COPD ist das Ergebnis der Zunahme des Tabakkonsums in den Industrieländern sowie auch in den Entwicklungsländern. 

Wie unterscheidet sich COPD von Asthma? 

COPD und Asthma sind chronische Atemwegserkrankungen mit typischen gemeinsamen Symptomen und können gleichzeitig bei einem Patienten vorkommen. Beide Krankheiten, COPD und Asthma rufen eine Entzündung in der Lunge hervor, aber die Charakteristiken der zugrunde liegenden Entzündung sind verschieden. Daher sprechen sie auf unterschiedliche Behandlungen an. Während die beim Asthma auftretende Atemnot normalerweise spontan oder mit Behandlung komplett reversibel ist, ist sie bei der COPD nie komplett reversibel und verschlechtert sich wenn man sich weiterhin den giftigen Stoffen aussetzt. 

Führt Asthma zu COPD? Gibt es eine Verbindung von Asthma und COPD? 

Ohne Zweifel überlappen sich Asthma und COPD. Es gibt Anhaltspunkte, dass ein Asthma, das seit Langem besteht, zu einem Strukturwandel der Atemwege und zu einer irreversiblen Atemwegsverengung führt. Asthmatische Patienten, die giftigen Stoffen, die COPD verursachen, ausgesetzt sind, können eine Mischung aus “Asthma-ähnlicher”- und “COPD-ähnlicher” Entzündung entwickeln. 

Wie wird COPD behandelt?

Ein effektives Behandlungsprogramm beinhaltet vier Komponenten: erkennen und überwachen, Risikofaktoren vermeiden, stabile COPD mit pharmakologischen und nicht-pharmakologischen Methoden behandeln und akute Schübe (kurzfristiges Verschlechtern der COPD Symptome) behandeln. 

Das Nichtrauchen ist die einzige, beste - und kostengünstigste – Methode, um das Risiko, eine COPD zu entwickeln, zu vermindern und die Verschlechterung der Krankheit zu stoppen. 

Die Behandlung der stabilen COPD beinhaltet die Benützung von Bronchodilatatoren gegen die Symptome. Wichtig ist die Influenza- und Pneumokokken-Impfung zu empfehlen. Lungen-Reha-Programme, Sauerstoff-Therapie und in seltenen Fällen ein operativer Eingriff stellen die nicht-pharmakologischen Behandlungsmethoden dar. 

Was ist GOLD? 

Das US National Heart, Lung and Blood Institute und die WHO haben gemeinsam das Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease Programm (GOLD) ins Leben gerufen. Das Programm bietet den Rahmen für die Behandlung der COPD. Das GOLDProgramm wird durch ein Exekutiv-Komittée, unter dem Vorsitz von Professor Romain Pauwels (Ghent, Belgien), gestützt. Die Mitglieder kommen aus verschiedenen medizinischen Organisationen, die sich mit der Behandlung von COPD Patienten beschäftigen. 

Quelle und nähere Informationen unter www.goldcopd.org bzw. www.internationalcopd.org